Netzwerkstelle für Gute Arbeit

Hotel- & Gaststättengewerbe

Netzwerkstelle für Gute Arbeit

Im Berliner Hotel- und Gaststättengewerbe herrscht Personalmangel, der mittlerweile in vielen Betrieben deutlich spürbar ist. Die daraus resultierende Arbeitsverdichtung, die im Branchenvergleich niedrigen Löhne sowie unregelmäßige Arbeitszeiten tragen dazu bei, dass die Beschäftigungsbedingungen oft als unattraktiv gelten.

Verkürzte Öffnungszeiten, ein reduziertes gastronomisches Angebot und veränderte Dienstleistungen (Selbstbedienung statt Service am Tisch) sind vor allem in der Gastronomie zur Normalität geworden. In der Beherbergung verändern darüber hinaus digitale Technologien die Arbeitsabläufe. Wer eine Tätigkeit im Gastgewerbe in Berlin sucht, wird heute sehr schnell fündig - und kann nicht selten frei wählen zwischen einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung, einer Teilzeitstelle und einem Minijob.

Zahlen für Berlin

Quelle

Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen (WZ 2008) in Berlin (Quartalszahlen), Stichtag 30.06.2025

  • 124.307 Beschäftigte
  • 84.730 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon 67.299 in der Gastronomie und 17.431 in der Beherbergung
  • 39.577 geringfügig Beschäftigte, davon 36.736 in der Gastronomie und 2.841 in der Beherbergung

Zentrale Herausforderungen der Branche - für Beschäftigte

Arbeitszeiten, Niedriglohn und geringe Wertschätzung sind oft genannte Herausforderungen im Gastgewerbe.

Eine verbesserte Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf wird auch den Beschäftigten im Gastgewerbe zunehmend wichtiger. Und mehr und mehr Betriebe werben mit flexiblen Arbeitszeiten oder mehr Urlaubstagen. Auch beim Thema Führungskompetenz tut sich was: Arbeitgeber:innen bemühen sich um das Thema Personalbindung und wollen einmal eingestellte Beschäftigte gerne im Betrieb halten. Viele Betriebe blicken außerdem auf Fachkräfte und Auszubildende im bzw. aus dem Ausland, die damit einhergehenden Herausforderungen sind mitunter komplex.

Die Berliner Netzwerkstelle für Gute Arbeit ermittelt im Austausch mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und dem Arbeitgeberverband DEHOGA sowie mit weiteren Akteur:innen des Hotel- und Gaststättengewerbes Handlungsfelder und stellt Lösungsansätze zur Diskussion. Praxishilfen für Beschäftigte und Betriebe zur Stärkung Guter Arbeit werden im Projekt erarbeitet und veröffentlicht.

Zentrale Herausforderungen der Branche - für Unternehmen

Personalmangel, der knappe Wohnraum für Beschäftigte und Kostensteigerungen sind aktuell die größten Herausforderungen für die Betriebe.

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Veranstaltungen

Im Rahmen der Sozialpartnerdialoge werden Themen wie z. B. Personalbindung oder Dienstplangestaltung in kleinerer Runde eingehend diskutiert und Handlungsfelder erarbeitet. Die Sprechstunde Gastronomie findet zweimonatlich digital statt und informiert Interessierte in aller Kürze zu wechselnden gastrospezifischen Themen.

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Publikationen

Unsere Publikationen entstehen in Kooperation mit der NGG und dem DEHOGA, die Themen entwickeln sich aus den Sozialpartnerdialogen und Gesprächen mit Vertreter:innen der Branche. Printexemplare können gerne per Mail angefordert werden.

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