Netzwerkstelle für Gute Arbeit

Plattformarbeit & Lieferdienste

Netzwerkstelle für Gute Arbeit

Bei den aktuell überall in Berlin verbreiteten Lieferdiensten handelt es sich um eine Ausprägung von Plattformarbeit. Vermittelt über eine App übernehmen hier Rider:innen, so werden die Fahrer:innen genannt, die Lieferung von Essen, Lebensmitteln und Medikamenten an Kund:innen. Die Arbeitsverhältnisse sind jedoch oft von Unsicherheit, Unfallgefahr und gesundheitlichen Risiken geprägt. Berichtet wird von mangelhafter Ausstattung, hohem Arbeitsdruck und einer Auftragsvermittlung über Algorithmen, die mehr Effizienz versprechen, aber auch mehr Kontrolle erlauben.

Selbst wenn die Lieferdienste heute abhängig beschäftigen, erzählen Rider:innen von einer Praxis der kurzen Beschäftigungsdauer und Kündigungen vor Ablauf der Probezeit. Viele der mehrheitlich migrantischen Fahrer:innen befinden sich zudem aufgrund von Sprachbarrieren, mangelnden Kenntnissen des deutschen Arbeitsrechts sowie unsicherem Aufenthaltsstatus in besonderem Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber. Bei einzelnen Unternehmen gibt es Betriebsräte, überwiegend fehlt jedoch eine funktionierende Mitbestimmungsstruktur.

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